iSFF weil Erfolg beflügelt

News
Rückblick auf „Grimme trifft die Branche“ 2015
 
Diskurs über Fernsehqualität mit Film- und Fernsehschaffenden
 

Die einmal jährlich stattfindende gemeinsame Veranstaltung von Grimme – Institut und Institut für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte wurde diesmal wieder in Berlin durchgeführt.

Am 22.01.2015 traf sich die Branche in der Deutschen Kinemathek, um über Fernsehqualität anhand der 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Echtzeitserie "'Zeit der Helden“ zu diskutieren.

Das Interesse der Film- und Fernsehmacher an der 7. Veranstaltung der Reihe war ungebrochen groß, so dass diese schnell ausgebucht war. Es wurden zunächst zwei Folgen der Serie gezeigt. Dann begrüßten Dr. Frauke Gerlach, die neue Direktorin des Grimme-Instituts und Dr. Jutta Wiegmann, Leiterin des iSFF die Gäste. Dr. Gerlach bekräftigte in ihrer Rede, dass die Veranstaltungsreihe „Grimme trifft die Branche“ auch in Zukunft fortgesetzt werden soll.
Die Jurybegründung leitete zu den Panels mit den Machern des Films über. Diese wurden von Steffen Grimberg, dem neuen Referenten des Grimme-Preises und Aycha Riffi, der Referentin der Grimme-Akademie moderiert.

Auf dem Podium stellten sich Thomas Kufus und Volker Heise (Produzenten zero one film GmbH), Kai Wessel (Regie), Beate Langmaak und Daniel Nocke (Drehbuch), Ulrich Hermann (Redaktion SWR) und Patrick Heyn (Darsteller) den Fragen der Moderatoren und der ca. 140 Gäste.

Im Rahmen der Panels wurden Fragen zu Idee und Konzeption dieser innovativen Echtzeitserie erörtert, ebenso wie Fragen zu Drehbuchentwicklung und Inszenierung. Deutlich wurde, dass die Umsetzung einer Serie in Echtzeit ganz neue Anforderungen an die Leistung aller an dem Projekt Beteiligten stellt, aber auch eine höhere Identifikation des Zuschauers mit dem gezeigten fiktionalen Geschehen ermöglicht.

Und dieses Experiment, das dem Prinzip der Echtzeitdramaturgie folgt und daher Spannung nicht durch Rückblenden oder Zeitsprünge erzeugen kann, ist nicht zuletzt auch durch die virtuose Verschränkung der Parallelhandlungen gelungen. Die Fernsehserie, die 2013 Kernstück der Themenwoche „40+ -jetzt oder nie“ von SWR und ARTE war, zieht die Zuschauer in ihren Bann, auch wenn es „nur“ um die Schilderung durchschnittlicher Menschen geht, die sich in einer Phase befinden, die man Midlife-Crisis nennt. So wird dargestellte „Normalität“ im Fernsehen zum Erlebnis. Der zuständige Redakteur des SWR Ulrich Herrmann zeigte sich an einer Fortführung der Serie interessiert.

Im siebten Jahr ihres Bestehens hat sich die Veranstaltung „Grimme trifft die Branche“ als wichtiges Diskussionsforum der Branche etabliert, das neben der Auseinandersetzung mit beispielhafter Fernsehqualität die Vernetzung fördert und Impulse für Film- und Fernsehmacher gibt.

Bisherige Veranstaltungen in der Reihe:
2013 : „Der Fall Jakob von Metzler“, Berlin
2012 : „Die Hebamme – Auf Leben und Tod", München
2011 : „Im Angesicht des Verbrechens", Berlin
2010 : „Kommissar Süden und der Luftgitarrist", München
2009 : „Das wahre Leben", Berlin
2008 : „An die Grenze", Berlin

Bildergalerie "Grimme trifft die Branche" 2015
 
Begrüßung Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts
Begrüßung und Jurybegründung, Dr. Jutta Wiegmann, Leitung iSFF
Podiumsdiskussion: Steffen Grimberg, Referent des Grimme-Preises im Gespräch
mit den Produzenten Thomas Kufus und Volker Heise (zero one film GmbH);
Ulrich Herrmann (SWR) /(Redaktion), Beate Langmaack und Daniel Nocke (Buch)
 
Publikumsdiskussion
Podiumsdiskussion: Aycha Riffi, Referentin der Grimme-Akademie im Gespräch mit
Kai Wessel (Regie) und Patrick Heyn (Darsteller)
 
 
Fotos: Copyright Stefani Lange

 
 
Grimme trifft die Branche 2015
 
 

Grimme

 
 
Rückblick auf "Grimme trifft die Branche" 2013 in Berlin
 
"Der Fall Jakob von Metzler" im Diskurs
 
Im Gespräch: R. Atzorn, V. Bergmeister, J. Bitzer

Die gemeinsame Veranstaltung von Grimme - Institut und Institut für Schauspiel, Film-Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte hat diesmal wieder in Berlin stattgefunden. Am 16.12.2013 traf sich die Branche in der Deutschen Kinemathek, um über den diesjährig preisgekrönten Film "DER FALL JAKOB VON METZLER" zu diskutieren. Die Veranstaltung wird traditionell einmal jährlich, abwechselnd in Berlin und München durchgeführt. Ziel ist es, die Vergabekriterien und die Beurteilung von Fernsehqualität anhand einer Produktion zu erörtern, die aktuell den begehrten Grimme-Preis erhalten hat.

Auch kurz vor Weihnachten war das Interesse der Film- und Fernsehmacher ungebrochen groß, so dass die Veranstaltung schnell ausgebucht war. Nach der Filmvorführung und der Begrüßung durch Uwe Kammann, Leiter des Grimme-Instituts, Dr. Ulrich Spies, Leiter des Grimme-Preises und Dr. Jutta Wiegmann, Leiterin des iSFF, wurde die Jurybegründung vorgetragen.

Auf dem Podium stellten sich anschließend der Drehbuchautor Jochen Bitzer, der Hauptdarsteller Robert Atzorn, teamworx Produzent Benjamin Benedict und Caroline von Senden, die Redaktionsleiterin Fernsehfilm (ZDF), den Fragen des Journalisten Volker Bergmeister und der ca. 140 Gäste.

Der Film rekonstruiert einen der spektakulärsten Entführungsfälle der jüngeren deutschen Geschichte und seine juristische Aufarbeitung: Die Entführung und Ermordung des elfjährigen Bankierssohns Jakob von Metzler im Jahr 2002. Der Täter Magnus Gäfgen lieferte sich ein tagelanges Katz- und Mausspiel mit der Polizei. Er weigerte sich, das Versteck des Kindes preiszugeben. Daraufhin entschied der damalige Vizepräsident der Frankfurter Polizei, Wolfgang Daschner, unter Berufung auf den "Notwehrparagraphen" 32 des Strafgesetzbuches, Gäfgen im Verhör unmittelbaren Zwang anzudrohen, um ihn zu einer Aussage zu bewegen. Das Nachspiel dieser Anordnung löste in Deutschland nicht zuletzt durch die nachfolgenden Prozesse eine mediale und politische Wertedebatte aus.

Bei dem Fall kollidierte eine der wichtigsten Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft - das Folterverbot - mit dem unbedingten Willen, das Leben des Kindes zu retten.
Wie der Film dieses Thema umsetzt und welche Ziele damit verfolgt wurden, war zentrales Thema der Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt stand dabei die hohe Präzision bei der filmischen Umsetzung, die enorme Recherchearbeit und der Wille, das Geschehene faktengetreu wiederzugeben. Dabei habe der Film aber keinen dokumentarischen Charakter. Vielmehr gehe es darum, die inneren Konflikte der Protagonisten auszuleuchten, um den tieferen Gehalt des Geschehenen spürbar zu machen, ohne dem Zuschauer ein Urteil aufzudrängen. Gerade dadurch seien die Zuschauer erreicht worden, machte die verantwortliche Redaktionsleiterin des ZDF deutlich, was sich in den vielfältigen Reaktionen der Zuschauer auf den Film ausgedrückt habe.

Der Produzent Benjamin Benedict betonte, dass der Film dem Anspruch der Authentizität verpflichtet sei. Und Autor Jochen Bitzer ergänzt "Wir wollten zeigen, wie es wirklich zugeht, wir wollten keinen Tatort machen. Wir haben versucht, Realismus herzustellen". Für ihn sei Wolfgang Daschner von vornherein die zentrale Figur der Handlung gewesen: "Ich habe versucht, den Konflikt herauszuarbeiten. Das Entscheidende war die Frage, 'Was passiert mit Daschner'? Die Wahl der Perspektive war daher von vornherein klar. Daschner ist die Figur, die den Konflikt hat."

Wie sehr ihn die Arbeit an einer Figur, die solch einen moralischen Konflikt austragen muss, herausgefordert hat, schilderte Darsteller Robert Atzorn: "Das Drehbuch war so genau, dass jeder Satz, der hier fällt, durch mindestens zwei Zeugen belegt ist. Ich wollte das innere Beben Daschners spürbar machen. Es war sehr schwer. man kann keine Register wie 'betroffen' oder 'gerührt' aufmachen."

Dr. Jutta Wiegmann, Grimme-Jurorin, stellte als Begründung für die Auszeichnung des Films besonders heraus, dass der Film den Anspruch einlöse, die Widersprüche der Gesellschaft und die daraus resultierenden inneren Konflikte zu thematisieren, aber nicht zu lösen zu wollen. Es sei so "ein kühler, leiser, eindringlicher und berührender Film gelungen, der im Laufe der Geschehnisse seine Wirkung auf den Zuschauer mit wachsender Intensität entfaltet."

Im sechsten Jahr ihres Bestehens hat sich die Veranstaltung "Grimme trifft die Branche" als wichtiges Diskussionsforum der Branche etabliert, das neben der Auseinandersetzung mit beispielhafter Fernsehqualität die Vernetzung fördert und Impulse für Film- und Fernsehmacher gibt.

Bisherige Veranstaltungen in der Reihe:2012 - Die Hebamme - Auf Leben und Tod, München2011 - "Im Angesicht des Verbrechens", Berlin 2010 - "Kommissar Süden und der Luftgitarrist", München 2009 - "Das wahre Leben", Berlin 2008 - "An die Grenze", Berlin

 
 
Grimme trifft die Branche 2013 in Berlin
 
Die mit dem Grimme Preis ausgezeichnete Produktion "Der Fall Jakob von Metzler" im Diskurs
 

Zum sechsten Mal veranstalten das Grimme-Institut und das Institut für Schauspiel, Film und Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin-Mitte "Grimme trifft die Branche", das Gesprächsforum für Film- und Fernsehschaffende und Medienexperten.

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Vergabekriterien des Grimme Preises und die Beurteilung von Fernsehqualität anhand einer Fernsehproduktion, die mit dem begehrten Preis ausgezeichnet wurde. In diesem Jahr wurde der Fernsehfilm "Der Fall Jakob von Metzler" (ZDF) unter der Regie von Stephan Wagner ausgewählt.

Termin
Montag, 16. Dezember 2013

17.30 - 19.00 Uhr: Filmvorführung von "Der Fall Jakob von Metzler"
19.15 - 21.00 Uhr: Podiumsgespräche und Diskussion

Ort
Deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen,
Potsdamer Str. 2, 10758 Berlin

Podium
Stephan Wagner - Regisseur
Jochen Bitzer - Drehbuchautor
Benjamin Benedict - Produzent (teamWorx)
Robert Atzorn - Schauspieler
Caroline von Senden - Redaktionsleiterin Fernsehfilm (ZDF)
Katharina Dufner - Redakteurin Kleines Fernsehspiel und Fernsehfilm (ZDF)

Moderation 
Volker Bergmeister - Journalist und Mitglied der Nominierungskommission
des 49. und 50. Grimme Preises.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

 
 
Grimme trifft die Branche am 16. Dezember 2013
 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr soll natürlich nicht zu Ende gehen, ohne dass die traditionell einmal jährlich durchgeführte Kooperationsveranstaltung Grimme Institut und iSFF stattfindet. "Grimme trifft die Branche" ist am 16.12.2013 wieder zu Gast in der Deutschen Kinemathek in Berlin. Ich würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen. Nähere Infos folgen in Kürze.


Herzliche Grüße
Dr. Jutta Wiegmann
Institutsleitung iSFF

 
 
DIE BESTEN WÜNSCHE ZUM NEUEN JAHR
 
 


 
 
Weiterbildungsprogramm I./2013
 
Wer weiter denkt, kommt beruflich voran.
 
Cert-IT GmbH

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

welche Chancen haben Sie in diesem Jahr für sich genutzt, welche nicht? Welche Rolle haben Sie bei der Verwirklichung Ihrer beruflichen Ziele gespielt, und mit welcher Perspektive können Sie in die Zukunft sehen? Das iSFF ist seit mehr als 15 Jahren Weiterbildungspartner der Kreativ-branche und bildet ausschließlich Profis in den vier Kernbereichen Film/TV, Synchron, Sprechtheater und Musiktheater fort. Das Ziel ist es, die Vielfalt der Film-, Fernseh-, Theater- und Musical-Landschaft mit ihren attraktiven und herausfordernden Aufgabenfeldern zu stärken und zu entwickeln.

Schauspielern, Film- und Fernsehschaffenden ermöglichen unsere Lehrgänge, Kurse und Workshops, ihre beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und Chancen für einen dauerhaften beruflichen Erfolg zu verbessern. Unternehmen und Institutionen profitieren von qualifizierten Fachkräften bei der Erfüllung ihrer sich permanent wandelnden, immer komplexeren Marktanforderungen.

iSFF: Film/TV - Synchron - Sprechtheater - Musiktheater...

  • Fach-Dozenten mit enger Branchenanbindung
  • Inhalte mit hohem aktuellen Praxisbezug
  • Integration moderner Entwicklungen und innovativer Trends
  • Weiterbildungen speziell für Profis
  • Erweiterung von Kenntnissen und Fähigkeiten
  • Schärfung des persönlichen Profils
  • Kooperationen, Kontakte und Vernetzung mit der Branche
  • Geprüfte Qualität: Zertifizierung von Institut und Lehrgängen
… weil Erfolg beflügelt!

Zu den aktuellen Lehrgängen und Kursen gelangen Sie hier links per Klick auf  Programm I/2013.

Das iSFF entwickelt und realisiert effektive Weiterbildungen für die Branche, die sich an den verändernden (technologischen) Anforderungen und dem wachsenden Fachkräftebedarf orientieren. Wir kooperieren dabei eng mit unseren Branchen-Partnern und arbeiten ausschließlich mit erfahrenen Fachdozenten zusammen. Mit Expertise und Leidenschaft werden fundierte moderne Inhalte aus der Praxis vermittelt, die für Sie direkt nutzbar sind. Sie erreichen Ihre beruflichen Ziele schneller, besser und einfacher!

Gehen Sie den nächsten Schritt nach vorn: Melden Sie sich jetzt an!

Bei Fragen zum Programmangebot, den Teilnahmebedingungen, Ihren Fördermöglichkeiten etc. berät Sie Ulrike Ohmert unter Telefon 030 9018 37443.

Wir freuen uns mit Ihnen auf ein weiteres erfolgreiches Jahr!

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Jutta Wiegmann
Institutsleitung

 
 
"Versicherungsvertreter“ von Klaus Stern gewinnt den Helmut Schmidt Journalistenpreis 2012.
 
Dokumentarfilm-Werkstatt am 27.10. und 28.10.2012
 

Gewinner

Am 25. Oktober 2012 wurde Klaus Stern für seinen Film  "Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker" mit dem ersten Preis beim Helmut Schmidt Journalistenpreis ausgezeichnet. Unter 150 Bewerbungen hat eine hochkarätig besetzte Jury insgesamt die drei aus ihrer Sicht besten Beispiele für kritischen und akribisch recherchierten Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus ausgewählt.

Klaus Stern erzählt in seinem Film die Geschichte des ehemaligen Top-Policen-Verkäufers Göker, der mit 25 Jahren Millionär und später pleite war, und beleuchtet dabei die bizarren Vertriebsmethoden vieler Versicherungen.

Die feierliche Verleihung findet im Beisein von Helmut Schmidt in Hamburg statt.

Wir gratulieren!


 
 
GRIMME TRIFFT DIE BRANCHE 2012 - Rückschau
 
Die Hebamme ─ Auf Leben und Tod. Ein historischer Film mit Anspruch auf Wahrhaftigkeit
 
Grimme-Institut/Severin

   Der Der DieDie gemeinsame Veranstaltung von Grimme-Institut und Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte am 19.09.2012 in München beleuch-tete die herausragenden Qualitäts-komponenten, die der ZDF/ORF-Produktion beim diesjährigen 48. Grimme-Preis einen wahren Preisregen beschert hatten. 

  Um das Fazit des Abends vorwegzunehmen: Qualität wird erkannt, Wertigkeit lässt sich planen und eine herausragende Produktion ist exzellentes Handwerk und Teamwork - alle Beteiligten vereint in dem Wollen, wie im Fall der HEBAMME, eine historische Realität wahrhaftig zu erzählen und eine sinnliche Vorstellung von vergangenen Erfahrungswerten zu vermitteln, um den Zuschauer zu berühren und bestenfalls zum Nachdenken zu bewegen.

Alles stimmt bei dem Fernsehfilm DIE HEBAMME. Das dokumentieren die fünf Grimme-Preise für Buch, Regie, Kamera, Ausstattung und Schauspiel und die einstimmig positive Kritik. Am Mittwoch Abend konnten sich davon noch einmal die rund 150 Publikumsgäste im ARRI-Kino überzeugen, als Volker Bergmeister, Journalist und Grimme-Juror, mit Peter Probst (Drehbuch), Brigitte Hobmeier (Hauptdarstellerin), Rudi Czettel (Szenenbild), Ingrid Leibezeder (Kostümbild), Gerd Baumann (Musik) sowie Dagmar Hirtz (Regie), Anni Brunner (Roxy Film) und Anja Helmling-Grob (ZDF) über den spannenden Entstehungsprozess und über konkrete handwerkliche Aspekte diskutierte.

Peter Probst, der namhafte Fernsehkrimi-Autor, war skeptisch, als Produzentin Anni Brunner ihm das Thema einer Hebamme im Tirol des frühen 19. Jahrhunderts anbot - im Gegensatz zu allen Frauen in seiner Umgebung: "Das musst du machen!" Rosa Koelbl, die Hebamme, hat es nie gegeben - und damit auch kein Material über diese eine Hebamme, aber die Romanvorlage von Monika Bittel und die sog. Hebammen-Büchlein, in denen die Geburtshelferinnen einer uralten Tradition folgend ihr Wissen weitergaben. Peter Probst recherchierte und las über Monate nur. Viele Gespräche mit Hebammen schlossen sich an, die ihn besonders mit ihrem großen historischen Wissen beeindruckten. Er blieb trotzdem lange unsicher, ob die Geschichte auch Männer ansprechen würde.

Schließlich entdeckte Peter Probst eine Spur mit Zündstoff für die Handlung des Films. Er wollte wissen: "Warum konnte die Kirche damals soviel Druck auf die Hebammen ausüben?" Was passiert einer couragierten Hebamme, wenn die Geburtshilfe zur Wissenschaft erklärt wird und Ärzte in ihre Domäne eindringen? Wie verhält sich eine Frau, der, ungeachtet ihres Einsatzes für die Menschen und die Menschlichkeit, in einer von Männern dominierten autoritären Welt des Jahres 1813 der Boden unter den Füßen weggezogen wird?

Ein klassischer Historienfilm sollte es nie werden. Doch erst bei der vorletzten Drehbuchfassung stand fest: DIE HEBAMME wird kein Fernseh-Event, d.h. kein Verzicht auf historische Authentizität zugunsten von Unterhaltung, keine klischeehafte Dreiecks-Liebesgeschichte, keine historisierende Effektheischerei, keine modischen Schauspieler. "Wir haben dann noch einmal rigoros gestrichen und uns von allem Schmonzettigen verabschiedet."

Für Dagmar Hirtz, die Regisseurin, galt es einen der zentralen Intention angemessenen Stil zu finden, um die Geschichte und die Figuren besonders wahrhaftig zu inszenieren. Schließlich ist es ihrer außerordentlichen Regieleistung zu verdanken, dass Team und Schauspieler der gemeinsamen Vision konsequent bis zur letzten Minute gefolgt sind und der Film so authentisch wirkt.

Brigitte Hobmeier ist als Darstellerin ein Ereignis. Sie spielt die Hebamme nicht, sie ist Rosa Koelbl. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen. Mittlerweile wurde viel über ihre Physiognomie und Erscheinung, über ihre niederbayerische Herkunft und persönliche Haltung geschrieben, die sie zur unumstrittenen Protagonistin machen. Dagmar Hirtz: "Wir kannten Brigitte Hobmeier von den Münchener Kammerspielen, sie war für uns die Idealbesetzung. Wir haben nur ihr die Rolle angeboten, sogar ohne ein Casting, das gibt es manchmal. Es war einfach klar: Sie ist DIE HEBAMME." Das Publikum im ARRI-Kino würdigte Brigitte Hobmeiers Leistung mehrmals mit spontanem Applaus.

Im Gespräch erzählte Brigitte Hobmeier wie sie bei der Rollenerarbeitung von der Hausgeburt ihres Sohnes profitiert hat und die eigene Hebamme zur fachlichen Beraterin wurde. Die mit dem Theaterpreis der Stadt München ausgezeichnete Schauspielerin: "Ich habe darauf geachtet, moderne Gesten zu vermeiden. Und klar - bewegt man sich in tonnenschwerem Leinenkleid und starren Lederschuhen, die auch nicht einen Millimeter beim Gehen nachgeben, anders als in Jeans und High-Heels."

Die Kostümbildnerin Ingrid Leibezeder versteht es meisterhaft, alle Schauspieler nie verkleidet aussehen zu lassen, dass Kostüm nie dekoratives Beiwerk ist, sondern immer ein Bestandteil der Rollen. Von den Änderungswünschen der Schauspieler hat sie sich nicht beeinflussen lassen, weil sie ihr Konzept und die Gesamtkomposition des Films vor Augen hatte. Rudi Czettel, Szenenbild/Ausstattung, erzeugt ein Gefühl für die vergangenen Lebenswelten, in dem er der Handlung einen extrem detailgenauen, aber nie dominierenden Rahmen verleiht: "Ich kümmere mich um die Sandkiste, in der der Film spielt." Die Geschichte der Rosa Koelbl hat ihn in einen regelrechten Arbeitsrausch versetzt. Leidenschaftlich begab er sich auf Motivsuche und erklomm manchen Gipfel gemeinsam mit Kameramann Jo Heim, um beinahe am bloß noch fehlenden Dorfkern zu verzweifeln. "Dabei stand ich schon davor, ohne es zu wissen. Dann bog ich um eine Ecke – und plötzlich sah ich den Marktplatz, nach dem ich die ganze Zeit gesucht hatte!"

Was der Fernsehzuschauer sieht, die Optik, ist das Verdienst von Jo Heim. Der Kameramann schafft präzise, atmosphärisch dichte und ästhetisch-sinnliche Bilder mit immenser Wirkung und Imaginationskraft von einer archaischen, schroffen Bergwelt mit düsteren Alpendörfern und in Gottesfürchtigkeit erstarrten Bewohnern. Seine Bilder reihen sich in meisterlicher Komposition aneinander wie die Perlen einer Kette. Man spürt seltene Wahrhaftigkeit, vielleicht weil Jo Heim vieles mit Handkamera drehte und den Figuren damit ganz nahe kam. Dagmar Hirtz berichtete begeistert von der gleichen Wellenlänge und ihrem fast blinden Verständnis mit dem Kameramann.

Die Kreation von Qualität, bzw. eine starke Programmleistung, lässt sich nicht einfach herstellen. Produktion und Redaktion ist es hoch anzurechnen, dass beide eine dreijährige Entwicklungszeit und das für einen Fernsehfilm ungewöhnliche Budget von knapp 3 Millionen EURO ermöglicht haben. Anja Helmling-Grob, die verantwortliche ZDF-Redakteurin über das Ergebnis: "Es hätte geeignetere Sendplätze als einen Montag Abend im Mai gegeben, aber mit DIE HEBAMME haben wir sehr gute 4,6 Millionen Zuschauer gesamt erreicht und bei den weiblichen Zuschauern eine Quote, wie noch nie zuvor!". Die Erstausstrahlung im ORF erzielte 24% Marktanteil.

"Grimme trifft die Branche" 2012: Die eineinhalbstündigen Gespräche in München warfen ein Licht auf die Kunst der Filmemacher und warum es ihnen meisterhaft gelungen ist, dem Zuschauer ein bis heute weithin unbekanntes Thema mit seinem Zeitbezug in einem packenden Film zu vermitteln. DIE HEBAMME - AUF LEBEN UND TOD ist vorbildlich und modellhaft für die Programmpraxis. Dafür hat dieser "Ausnahmefilm" fünf Grimme-Preise verdient und weitere, auch internationale Auszeichnungen erhalten. 

Bisherige Veranstaltungen in der Reihe:
2011 ─ "Im Angesicht des Verbrechens", Berlin
2010 ─ "Kommissar Süden und der Luftgitarrist", München
2009 ─ "Das wahre Leben", Berlin
2008 ─ "An die Grenze", Berlin

Mehr Information zum Grimme-Preis hier.

 
 
GRIMME TRIFFT DIE BRANCHE 2012
 
5. Diskurs über Qualitätsfernsehen
 
ZDF, Christian Hartmann
Die Hebamme (Szene)

Ein Diskurs über Qualitätsfernsehen am Beispiel des mit dem Grimme-Preis l Fiktion 2012 ausgezeichneten Fernsehfilms DIE HEBAMME - AUF LEBEN UND TOD (ZDF/ORF).

Bereits zum fünften Mal veranstalten das Grimme-Institut Marl und das Institut für Schauspiel, Film und Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte gemeinsam das Diskussionsforum für Film-/Fernsehschaffende und Medienexperten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Diskussion stehen die Vergabekriterien des Grimme-Preises an DIE HEBAMME in der Regie von Dagmar Hirtz, Produktion Roxy Film/SK Film. 

 Termin und Ort

Mittwoch, 19. September 2012; ARRI-Kino, Türkenstraße 91, 80799 München

Programm

17.30 Uhr  Screening
DIE HEBAMME - AUF LEBEN UND TOD

19.15 Uhr Begrüßung
Uwe Kammann, Direktor Grimme-Institut
Dr. Jutta Wiegmann, Leitung iSFF

19.30 Uhr Preisbegründung
Dr. Jutta Wiegmann, Grimme-Jurorin
Dr. Ulrich Spies, Referent Grimme-Preis

19.45 Uhr Panel 1
DIE HEBAMME - Historische Wahrheit oder Histotainment?
Ansprüche an die Produktion eines historischen Stoffes aus der Sicht von Autor, Regisseur und Produktion unter Berücksichtigung der Sendervorgaben.

Podium: Dagmar Hirtz (Regie), Peter Probst (Drehbuchautor), Annie Brunner (Roxy Film), Anja Helmling-Grob (ZDF). Moderation: Volker Bergmeister.

20.15 Uhr Panel 2
DIE HEBAMME - Die Wirkung auf den Zuschauer
Wie Schauspielkunst und Ausstattung die Erfahrungswerte einer vergangenen Zeit aktuell erlebbar machen.

Podium: Dagmar Hirtz (Regie), Brigitte Hobmeier (Hauptdarstellerin), Rudi Czettel (Ausstattung). Moderation: Volker Bergmeister.

20.45 Uhr Publikumsdiskussion und Resümée.
Moderation: Volker Bergmeister, Journalist und Grimme-Juror

GetTogether



Anmeldung unter info@isff-berlin.eu
(Vorname/Name, Firma/Unternehmen/Tätigkeit, Telefon/Mobil, URL etc.)

Das Grimme-Institut und das iSFF initiieren "Grimme trifft die Branche" seit 2007 als jährliches Gesprächsforum zum Thema Qualitätsfernsehen, abwechselnd in Berlin und München. Im Mittelpunkt der Diskussionen mit hochkarätigen Gästen und dem Fachpublikum stehen die Vergabekriterien des Grimme-Preises und die Bewertung von Fernsehqualität anhand einer aktuell mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Fernsehproduktion.

In fünf Jahren hat sich die Veranstaltung zu einem Branchen-Treff entwickelt, bei dem auch jenseits des Podiums inspirierende Gespräche und Vernetzung garantiert sind. Gemeinsame Veranstalter und Kooperationspartner sind das Grimme-Institut und das iSFF sowie das ARRI-Kino.

Wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße

Dr. Jutta Wiegmann
Leitung iSFF

 
 
Das neue iSFF-Programm 2012/13 ist Online!
 
Viel Stoff für Ihre Zukunft.
 
Leitung iSFF
Dr. Jutta Wiegmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (iSFF) an der VHS Berlin Mitte bietet Ihnen von Anfang an ein umfassendes Angebot für die unterschiedlichen Disziplinen im Bereich Bühne, Film und Fernsehen. Unser Credo: Von der Branche für die Branche. Erfolgreiche Profis geben als Dozentinnen und Dozenten ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Kollegen und den Nachwuchs weiter. Sie kennen das Business am besten und unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, ihre Karrierepläne zu realisieren. Die fachspezifischen Inhalte und bereichsübergreifenden Aspekte vermitteln sie kompetent orientiert am aktuellen Bedarf und den zukünftigen Anforderungen des jeweiligen Berufsbildes.

Die intensiven Lehrgänge und kompakten Kurse sind nachhaltiger Schwerpunkt des iSFF. Das Spektrum in der Herbst-/Wintersaison 2012/13 reicht von Film und TV, über Synchron bis Sprech- und Musiktheater.  Neu und relevant in unserem Weiterbildungsprogramm für Film- und Fernsehschaffende:

Der Lehrgang Script Consultant, ein Beruf mit viel Zukunftspotential. Diese hoch spezialisierten Beraterinnen und Berater bieten eine Kompetenz in der marktorientierten Drehbuchentwicklung, die Produktionsunternehmen, TV-Redaktionen oder Verleiher heute verstärkt suchen - damit aus Ideen hochwertige Geschichten werden, die bewegen und medienübergreifend genutzt werden können.

Neue Gesichter und Talente sind für die gesamte Branche überlebenswichtig. Es muss nicht gleich eine Michelle Williams oder ein Will Smith sein, doch ob einer „das Zeug“ zur Schauspielerin oder zum Schauspieler hat, zeigt sich meist früh. Neben unserem traditionellen Weiterbildungsangebot für ausgebildete Schauspieler erhalten in diesem Semester am iSFF erstmals Jugendliche die Chance, in einem geförderten Kurs ihr Talent zu beweisen.

Das Programm Herbst/Winter 2012/13 bietet wieder "viel Stoff“, mit dem es sich intensiv zu beschäftigen lohnt. Darüber hinaus profitieren und lernen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig voneinander und vernetzen sich unterstützt von den Dozentinnen und Dozenten mit der Branche.

Fit für die Zukunft mit dem iSFF: Über die umfangreichen Fördermöglichkeiten berät und informiert Sie gerne Ulrike Ohmert unter Telefon (030) 9018 374 43. Wir freuen uns über Ihr Interesse und wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit.

Herzliche Grüße

Dr. Jutta Wiegmann
Leitung iSFF

 
 
Grimme trifft die Branche
 
 

Anhand des beim 47. Grimme-Preis 2011 prämierten Films "Im Angesicht des Verbrechens" unter der Regie von Dominik Graf, werden Fragen zu Idee, Produktion und Schauspielführung sowie zu Qualitätsansprüchen erörtert.

Die Veranstaltungsreihe "Grimme trifft die Branche", die das Grimme Institut in Kooperation mit dem Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe" (iSFF) an der VHS Berlin Mitte entwickelt und durchführt, hat am 24.11. 2011 zum vierten Mal stattgefunden. Anhand Dominik Grafs zehnteiligem Mafia Epos "Im Angesicht des Verbrechens" wurden Qualitätsansprüche deutscher TV Produktionen erörtert.
Mit ca.150 Film- und Fernsehschaffenden, die in der Deutschen Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen in Berlin zusammengekommen waren, war die Veranstaltung ein voller Erfolg.
In dem vollbesetzten Saal fanden angeregte Diskussionen statt, die den preisgekrönten Mehrteiler nicht nur als Ganzes reflektierten, sondern auch den Einzelleistungen der Mitwirkenden Aufmerksamkeit schenkten.
Zwei Themen standen im Fokus des Interesses. Zum einen ging es um Regieansprüche, Produktionszwänge und Sendervorgaben. Auf dem Podium diskutierten unter der Leitung von Dr. Ulrich Spies, Referatsleiter des "Grimme-Preises", Dominik Graf (Regie), Rolf Basedow (Buch), Wolf-Dietrich Brücker (Redaktion) und die Producerin Katrin Bullemer. Schnell wurde klar, dass alle Beteiligten von der Qualität der Produktion so überzeugt waren, dass die mit dem Mammutprojekt verbundenen Herausforderungen gemeistert werden konnten. Durch das Engagement der Mitwirkenden konnten so z.B. Szenen realisiert werden, die schier unlösbare Anforderungen an die Ausstattung stellten. Hier wird deutlich, wie sehr jedes Detail berücksichtigt wurde und gerade das macht die Qualität der Produktion aus.
Zum anderen wurde das Thema Schauspielerführung beleuchtet. Auf dem Podium diskutieren Domink Graf und die Darsteller Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Alina Levshin und Ulrike Claudia Tscharre. Anna Barbara Kurek, Professorin der HFF moderierte. Es ging um das bisher viel zu wenig beleuchtete Verhältnis von Regisseur und Schauspieler und dessen Bedeutung für die Rolleninterpretation. Deutlich wurde, dass herausragende Leistungen der Darsteller nur in einem Klima des Vertrauens, das Raum für eine freie Entfaltung lässt, entstehen können. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass sich die Schauspieler selbst überlassen bleiben. Das Geheimnis der Erfolgs ist vielmehr die intensive Auseinandersetzung des Regisseurs mit seinen Darstellern."Man verliebt sich als Regisseur in seine Darsteller", so Dominik Graf". Jede noch so kleine Rolle wird in Einzelgesprächen vorbesprochen und dann geprobt. Wobei die Kunst des Regisseurs auch darin besteht zu erkennen, welche Regieanweisungen geeignet sind, den jeweiligen Schauspieler zu einer glaubwürdigen Interpretation seiner Rolle zu führen.
Die Qualität von Grafs preisgekröntem Meisterwerk wurde darüber hinaus von Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Instituts und Dr. Jutta Wiegmann, Leiterin des iSFF durch Redebeiträge gewürdigt. Volker Bergmeister, Journalist und Grimme-Juror erläuterte die Begründung für die Vergabe der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten TV-Serie "Im Angesicht des Verbrechens".
An die rege Publikumsdiskussion schloß sich ein Empfang an, der die Möglichkeit zu weiterführenden Gesprächen gab. Alle Besucher nutzten die Möglichkeit des Austausches ausgiebig und äußerten den Wunsch nach Fortführung der Veranstaltung.
Dem gehen wir gerne nach. Die Veranstaltungsreihe "Grimme trifft die Branche" wird einmal jährlich durchgeführt. In Berlin wird sie, so iSFF-Leiterin Jutta Wiegmann, mindestens alle zwei Jahre stattfinden. 

 
 
Grimme trifft die Branche
 
 

Grimme in Kooperation mit dem iSFF

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie nunmehr zur 4. Veranstaltung der Reihe „Grimme trifft die Branche“ - diesmal wieder in und nach Berlin - einladen zu dürfen.

Ziel der Reihe ist es, einmal jährlich die Kriterien für die Vergabe von Grimme-Preisen und die Beurteilung von Fernsehqualität anhand einer aktuell mit dem Grimme-Preis prämierten Fernseh-Produktion mit Fachleuten aus der Film- und TV-Branche zu diskutieren. Ausgewählt wurde in diesem Jahr die ARD-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" unter der Regie von Dominik Graf.

Termin:
Donnerstag, den 24. November 2011
16.00 - 17.40 Uhr Vorführung von zwei Folgen der Serie (Teilnahme optional)
18.00 - 20.30 Uhr Podiumsgespräche und Diskussion (anschließend Empfang)

Ort:
Deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

Gemeinsame Veranstalter und Kooperationspartner sind das Grimme-Institut und das Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe an der VHS Berlin Mitte (iSFF). Auf dem Podium diskutieren neben Dominik Graf und Machern des Films (Drehbuch, Produktion, Sendervertreter) auch einige prominente Schauspielerinnen und Schauspieler der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ sowie Mitglieder der Nominierungskommission und Jury des 47. Grimme-Preises (Volker Bergmeister,
Prof. Anna Kurek), die diese Produktion ausgezeichnet haben.

Im Fokus der Debatte stehen Fragen zu Idee und Produktion, Casting und Schauspielführung, zu Qualitätsansprüchen an Fernsehproduktionen und wie diese in dem preisgekrönten Film eingelöst wurden. Das anwesende Fachpublikum soll in die Diskussion mit einbezogen werden.

Bitte melden Sie sich wegen der begrenzten Platzzahl frühzeitig bis spätestens 28. Oktober an (siehe den beiliegenden Antwort-Vordruck). Das genaue Programm werden wir Ihnen Anfang November zusenden.

Wir würden uns freuen, Sie am 24. November bei uns als Gast begrüßen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Kammann,
Direktor Grimme-Institut
Dr. Ulrich Spies,
Leitung Grimme-Preis
Dr. Jutta Wiegmann,
Leitung iSFF

Grimme trifft die Branche
Grimme-Institut in Kooperation mit dem iSFF
Linienstr. 162, 10115 Berlin, Telefon: 030 9018 374 43 

Rotk�ppchen als Sponsor

 
 
Grußwort
 
zum 2. Semester 2011
 
Leitung iSFF
Dr. Jutta Wiegmann














Sehr geehrte Damen und Herren,

das 2. Semester 2011 steht vor der Tür und ich möchte Sie dazu herzlich willkommen heißen. Wir haben wieder ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für Film- Fernsehschaffende und Darsteller entwickelt. Unsere Dozentinnen und Dozenten sind ausgewiesene Branchenprofis und freuen sich darauf, Sie bei der Verwirklichung Ihrer beruflichen Ziele zu unterstützen. Hier können Sie wichtige berufliche Kontakte knüpfen und Insider-Wissen für sich nutzen.

Unsere Lehrgänge und Kurse sind anspruchsvoll und praxisorientiert. Schauspieler und Musicaldarsteller haben hier die Gelegenheit, ihr Können mit Unterstützung von herausragenden Regisseuren, Schauspiellehrern und Coaches zu verfeinern. Darüber hinaus erhalten sie das Rüstzeug, sich in der Branche gezielt zu positionieren.

Unsere Lehrenden im Bereich Film-Fernsehberufe vermitteln kompetent berufsspezifische Fachinhalte unter Berücksichtigung zukünftiger Erfordernisse. Sie schaffen darüber hinaus ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge, die zwischen den einzelnen Departments der Branche bestehen und das jeweilige Arbeitsgebiet beeinflussen. Des weiteren schulen unsere Dozentinnen und Dozenten die Fähigkeit, methodisch und problemlösungsorientiert zu arbeiten.

Es liegt nun an Ihnen, die vielfältigen Angebote, die unser Programm bietet, zu nutzen. Bei Fragen, zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir beraten Sie gerne.

Dr. Jutta Wiegmann
Leitung iSFF

 
 
Grimme trifft die Branche
 
29.07.2010 in München
 
(C) Foto: Erika Hauri












Unter dem Titel „Grimme trifft die Branche“ führt das Adolf-Grimme-Institut in Kooperation mit dem iSFF und dessen Freundeskreis seit 2008 eine einmal jährlich stattfindende Diskussionsveranstaltung zum Thema „Qualität im Fernsehen“ durch.

In diesem Jahr haben sich die Veranstalter aus aktuellem Anlass erstmals für München als Durchführungsort ihrer Reihe entschieden.
Denn, wie auch in den vorangegangenen Jahren in Berlin, sollen anhand einer 2010 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten TV-Produktion die Vergabekriterien für diese Prämierung herausgearbeitet werden.

Ausgewählt wurde die ZDF Produktion „Kommissar Süden und der Luftgitarrist“ unter der Regie von Dominik Graf. Da der Film in München spielt und die Stadt zum Thema macht, lag es nahe, in diesem Jahr München als Veranstaltungsort zu wählen und hier im Besonderen den wesentlichen Dreh- und Handlungsort des Films, den „Club Substanz“.

Termin:
Donnerstag, 29. Juli 2010
Ort:
Club Substanz, Ruppertstr. 28, 80337 München

Programm:

17:30 Uhr
Filmvorführung „Kommissar Süden und der Luftgitarrist“ (ZDF / MOOVIE)
(Optionales Angebot für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben.)

19:00 Uhr
Pause

19:30 Uhr
Begrüßung
Uwe Kammann, Direktor Adolf-Grimme-Institut, Dr. Jutta Wiegmann, Leitung iSFF

19:45 Uhr
Die Suche nach der Wahrheit der Bilder – Kriterien und Jurybegründung
Thomas Thieringer, Journalist, Mitglied der Jury des Adolf-Grimme-Preises 2010

19:50 Uhr
Dominik Graf im Gespräch mit Thomas Thieringer

20:15 Uhr
Panel 1: Die Kunst des filmischen Erzählens oder die Suche nach der Wahrhaftigkeit
Dominik Graf, Alexander Fischerkoesen, Martin Feifel, Jeanette Hain,
Ulrich Noethen im Gespräch mit Volker Isfort (Journalist)

20:45 Uhr
Panel 2: Symphonie einer Großstadt; München als Dreh- und Angelpunkt des filmischen Geschichten-Erzählens
Friedrich Ani, Dominik Graf und Dieter Schleip im Gespräch mit Volker Isfort

21:15 Uhr
Panel 3: Wie viel darf Scheitern kosten?
Dominik Graf, Oliver Berben, Friedrich Ani, ZDF-Vertreter/in
im Gespräch mit Volker Isfort

21:45 Uhr
Publikumsdiskussion
Moderation: Dr. Ulrich Spies, Adolf-Grimme-Preis und Volker Bergmeister

22:15 Uhr
Resümee
Volker Bergmeister, Journalist und Mitglied der Nominierungskommission
des Adolf-Grimme-Preises 2010

22:30 Uhr
Empfang

Eine Teilnahme ist nur nach persönlicher Einladung möglich.
Informationen unter: 030 - 9018 374 43 (Ansprechpartnerin Ulrike Ohmert)





 

    Inhaltsverzeichnis als .pdf laden

Save the date

 

Casting-Training:
national & international


Lehrgangsstart: 26.9.2016

 

Erarbeitung neuer Vorsprechrollen

Lehrgangsstart:
4.10.2016



Trägerzertifizierung